front_01_410Wesentliches Handwerkszeug und die entscheidende Intervention für die Arbeit mit Menschen ist im Gestaltansatz die beratende Person in ihrer Sensibilität, ihrer Ausdrucks- und Kontaktfähigkeit. Deshalb geht es in dieser Weiterbildung um die Erweiterung dieser personalen Fähigkeiten und erst dann um Methoden, Diagnose- und Handlungskompetenz.

Eines der wichtigsten Angebote ist es also, den TeilnehmerInnen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Handlungsimpulse wahrzunehmen. Sie werden herausfinden, welche der Reaktionen und Verhaltensweisen aus traumatischer Verengung, aus Vorsicht und Misstrauen stammen und wie sie Zutrauen und Kontaktfähigkeit formen.

Diese Arbeit geschieht im Hier-und-Jetzt, in der aktuellen Begegnung zwischen TeilnehmerIn, Gruppenmitgliedern und TrainerIn. Die Gruppe repräsentiert dabei das soziale Lernfeld und zugleich den Ernstfall der Begegnungsmöglichkeit.

Unsere Arbeit basiert sowohl auf der Kreativität der Gestaltarbeit, wie sie von Fritz und Lore Perls entwickelt wurde, als auf den Grundpositionen der Charakterarbeit Wilhelm Reichs und der Philosophie der Begegnung Martin Bubers.

Das Profil unserer Arbeit ist durch eine Verbindung der klassischen Gestalttherapie mit den Theorien und Methoden der Körperarbeit gekennzeichnet. Die Verbindung von Gestalttherapie und Körpertherapie betont die ganzheitliche Sichtweise auf Menschen.

Theoretisches und praktisches Lernen und Selbstreflexion sind eng verzahnt.