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Wahlworkshops Gestalttherapie 20262025-10-19T21:08:59+02:00

WAHLWORKSHOPS GESTALTTHERAPIE 2026

Wie in jedem Jahr stellen wir auch in 2026 im Rahmen unserer Wahlworkshops verschiedene (körperorientierte) therapeutische Verfahren vor. Ziel dieses Formats ist es, nicht nur unseren Teilnehmer*innen der Weiterbildung Körperorientierte Gestalttherapie sondern auch anderen Interessierten, alternative Verfahren neben den von den Krankenkassen finanzierten Psychotherapien vorzustellen. In diesem Jahr darf man sich auf folgende Angebote freuen:

1.          Einführung in die integrative Bewegungs- und Körpertherapie zum Thema „Vertrauen“
2.          Dem Körper Zuhören und essenzielles Focusing
3.          Emotionen bewusst nutzen – Klarheit, Tiefe und Präsenz in der therapeutischen Begleitung
4.          Skan – Performative Körperarbeit
5.          Psychodrama – Die Wahrheit der Seele durch Handeln erkunden

  • Teilnehmer*innen der Basis- und Qualifikationsphase Weiterbildung Körperorientierte Gestalttherapie
  • Interessentinnen und Interessenten an Gestalt- und Körpertherapie

Tor 28
Machabäerstraße 28
50668 Köln

16. – 18. Januar 2026

Freitag 17:00 – 21:00 Uhr

Samstag 10:00 – 18:00 Uhr

Sonntag 10:00 – 14:00 Uhr

275,00€

  • für Teilnehmer*innen Qualifizierungphase
  • für Interessent*innen und Gäste

Dr. Frank Sielecki, (Jg. 1961), Supervisor, Coach (DGSv), langjährige Leitung der Maßnahme Supervision im Fortbildungsdezernat BR Arnsberg/NRW, Psychodramaleiter (DFP), Psychodrama-Weiterbildungsleiter, Weiterbildungs- und Lehrsupervisor, Leitung Szenen Institut, Köln, Vorsitzender des DFP (Deutscher Fachverband für Psychodrama) 2015-2021
Freie Praxis: Oskar Hoffmann Str. 25, 44789 Bochum , kontakt@sielecki.org, www.sielecki.org

Anmeldungen bitte per Email bis zum 20. Dezember 2025

gestalt@daeumling-institut.de

Psychodrama – Die Wahrheit der Seele durch Handeln erkunden

„Am Anfang war die Tat.“ Moreno

Psychodrama ist ein Verfahren für die szenische Darstellung, Erforschung und Veränderung der subjektiv erlebten Wirklichkeit von Individuen und Gruppen. Es wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von dem Arzt, Psychotherapeuten und Philosophen Jakob Levy Moreno entwickelt.

Es umfasst als Verfahren die Soziometrie, die Gruppenpsychotherapie und das eigentliche Psychodrama. Moreno bezeichnet es als die Methode, die „die Wahrheit der Seele durch Handeln erkundet“, indem sie unsere innere subjektive Wirklichkeit auf die Bühne holt und damit sichtbar und bearbeitbar macht.
Der Workshop bietet Ihnen die Möglichkeit, eigene Themen, Themen der Gruppe oder auch gesellschaftliche Themen in der Gruppe und

  • mit der Gruppe zu bearbeiten, um so die Arbeits- und Wirkweise des Psychodramas
  • erstens spielerisch zu erleben
  • reflektierend auszuwerten und
  • bei Bedarf theoretisch begründet zu bekommen.

Das Psychodrama wurde von Moreno aus dem Kinderspiel, dem Stegreiftheater und der Arbeit z.B. in Flüchtlingslagern als Gruppenverfahren entwickelt. Mittlerweile ist es auch im Einzelsetting als Monodrama sehr erfolgreich in diversen Feldern wie Therapie, Supervision, Coaching, Beratung, Schule und Hochschule etc. einsetzbar.

Die möglichen Arbeitsweisen sind zum Teil ja bekannt und sehr vielfältig; Soziometrie, szenisches Spiel, Aufstellungsarbeit, Gruppenspiele, Soziodrama etc.
(Max. 14 Teilnehmer*innen)

Jacob Levy Moreno (1889 in Bukarest -1974 in New York) und das Psychodrama

  • Arzt, Psychotherapeut und Philosoph
  • Psychodrama = Psychodrama, Soziometrie und Gruppenpsychotherapie
  • Entwicklungsgrundlage: Kinderspiel und Stegreiftheater, Arbeit in Flüchtlingslagern etc.
  • Psychodrama-Grundtechniken aus der Entwicklungspsychologie des Kindes abgeleitet
  • Konzepte: Begegnung (Tele, Soziometrie), Rollentheorie, Spontaneität/Kreativität
  • Der Mensch ist sein sozio-kulturelles Atom. (Moreno)
  • Am Anfang war die Tat. (Moreno) Gegenspieler von Freud in Wien
  • Psychodrama: in der Gruppe durch die Gruppe, mit der Gruppe

Seminarleitung:
Dr. Frank Sielecki, (Jg. 1961), Supervisor, Coach (DGSv), langjährige Leitung der Maßnahme Supervision im Fortbildungsdezernat BR Arnsberg/NRW, Psychodramaleiter (DFP), Psychodrama-Weiterbildungsleiter, Weiterbildungs- und Lehrsupervisor, Leitung Szenen Institut, Köln, Vorsitzender des DFP (Deutscher Fachverband für Psychodrama) 2015-2021
Freie Praxis: Oskar Hoffmann Str. 25, 44789 Bochum , kontakt@sielecki.org, www.sielecki.org

Literatur
Sielecki, Frank: „Psychodrama als dialektisches Verfahren“, in: Psychotherapieforum, SpringerMEDIZIN: Berlin, Jg. 16, Heft 3/2008, S. 105-111
Sielecki, Frank et al.: „Politisches Soziodrama. Eine Zwischenbilanz zum Laborverfahren im Online-Format“, in: Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie, Jg. 23, Heft 1, 4/2024, Springer: Wiesbaden, S. 75-88

  • Teilnehmer*innen der Basis- und Qualifikationsphase Weiterbildung Körperorientierte Gestalttherapie
  • Interessentinnen und Interessenten an Gestalt- und Körpertherapie

TOR28
Machabäerstraße 28
50668 Köln

16. – 18. Januar 2026

Freitag 17:00 – 21:00 Uhr

Samstag 10:00 – 18:00 Uhr

Sonntag 10:00 – 14:00 Uhr

275,00€

  • für Teilnehmer*innen Qualifizierungphase
  • für Interessent*innen und Gäste

Sascha A. Hermeth (*1975): Schon als siebenjähriger Waldorfschüler kam ich mit Theater und Körpertherapie (Heileurythmie) in Berührung und absolvierte später ein theaterpädagogisches Examen als staatlich anerkannter Erzieher. Ich nahm an einem berufsbegleitenden Studium an der Michael Tschechow Schauspielschule teil, absolvierte einen Diplomstudiengang an der Theaterschmiede der Uni Hildesheim, sowie Ausbildungen als Yogalehrer, Körperpsychotherapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie. Ich arbeite seit 25 Jahren mit Gruppen, seit 20 Jahren in der Erwachsenenbildung und seit 5 Jahren als Körpertherapeut im Bereich klinische und ambulante Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

Anmeldungen bitte per Email bis zum 20. Dezember 2025

gestalt@daeumling-institut.de

Skan – Performative Körperarbeit

Dieser Workshop bietet dem Ausdruck eine Bühne.

Auf der Grundlage des theatertherapeutischen Ansatzes der Skan Akademie tauchen die Teilnehmer*innen in die Welt der Figuren, Gestalten und Verkörperungen. Wir betrachten spielerische Authentizität und Spontanität in therapeutischen Prozessen und im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung als ein Gradmesser für Lebensqualität.

Im Unterschied zur professionellen Kunst liegt der Fokus in Performativer Körperarbeit nicht auf dem künstlerischen Wert einer Verkörperung oder Ausdrucksform, sondern auf deren Verbindung zum fühlenden Gewahrsein.
Gleichermaßen bleibt dieser Ansatz der Ausdrucksarbeit frei von Erwartungen hinsichtlich der psycho-physischen Expressivität und Intensität und agiert somit niedrigschwellig und Trauma sensibel.

Sowohl in der Beziehung zum Publikum als auch zu uns selbst können wir solchen Spannungen nachspüren, die Eingangstor zu einer Fülle an Sehnsüchten, Vermeidungsstrategien und bestenfalls einem ‚Einverständnis‘ mit uns selbst sind.
„Dieses Einverständnis ist nicht – wie oft unterstellt – lediglich eine trainierbare positive mentale Einstellung zu uns selbst sowie deren überzeugende Präsentation nach außen; es ist vor allem Ausdruck unserer inneren Präsenz, Ausdruck des wertschätzenden Fühlens unseres gesamten Körpers als Basis von Lebensfreude, Empathie und gesundem Ich-Empfinden.“ (Petra Mathes, Körperpsychotherapeutin)

Eingebettet in kontaktvolle Atemrituale und Gruppenexperimente erschaffen wir einen ‚Konsequenz-freien Raum‘ und erproben verschiedene, von Tanz- und Theaterelementen (z.B. der Tschechowmethode) geprägte Settings, um die Beziehung mit uns selbst und den anderen neu zu erfinden, verwerfen, vermessen und vertiefen.
Max. 14 Teilnehmer*innen

Seminarleitung
Sascha A. Hermeth (*1975): Schon als siebenjähriger Waldorfschüler kam ich mit Theater und Körpertherapie (Heileurythmie) in Berührung und absolvierte später ein theaterpädagogisches Examen als staatlich anerkannter Erzieher. Ich nahm an einem berufsbegleitenden Studium an der Michael Tschechow Schauspielschule teil, absolvierte einen Diplomstudiengang an der Theaterschmiede der Uni Hildesheim, sowie Ausbildungen als Yogalehrer, Körperpsychotherapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie. Ich arbeite seit 25 Jahren mit Gruppen, seit 20 Jahren in der Erwachsenenbildung und seit 5 Jahren als Körpertherapeut im Bereich klinische und ambulante Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

Gestalttherapie
  • Teilnehmer*innen der Basis- und Qualifikationsphase Weiterbildung Körperorientierte Gestalttherapie
  • Interessentinnen und Interessenten an Gestalt- und Körpertherapie

Däumling Institut
Georgstraße 12
53721 Siegburg

16. – 18. Januar 2026

Freitag 17:00 – 21:00 Uhr

Samstag 10:00 – 18:00 Uhr

Sonntag 10:00 – 14:00 Uhr

275,00€

Seminarleitung

Christa Kitschen: Seit 1997 Integrative Gestalt-, Bewegungs- und Musiktherapeutin (FPI/EAG) in einer Privatklinik für Psychosomatik und Psychotherapie; seit 1999 eigene Praxis für Integrative Psychotherapie (HeilprG): Gestalt-, Focusing- und Körperpsychotherapie sowie Supervision in Köln. Seit 2023 Trainerin im Däumling Institut.
Freiberufliche Seminartätigkeit für verschiedene Aus- und Weiterbildungsinstitute im Bereich der humanistischen Psychotherapie und der Erwachsenenbildung.
Ausbildungen in Integrativer Gestaltpsychotherapie mit den Schwerpunkten Leib- und Bewegungs-therapie sowie Musiktherapie (FPI/EAG), Focusingtherapie (DAF), Körperpsychotherapie (EABP), Tiefenpsychologische und existenzielle Psychotherapie (BITEP), diverse Traumatherapie-fortbildungen. European Certificate of Psychotherapy (ECP). Diplompädagogin

Anmeldungen bitte per Email bis zum 20. Dezember 2025

gestalt@daeumling-institut.de

Einführung in die Integrative Bewegungs- und Körpertherapie zum Thema ‚Vertrauen“

Vertrauen ist eine Oase im Herzen,
die von der Karavane des Denkens
nie erreicht wird.
Khalil Gibran – Der Prophet

Vertrauen (engl. trust) ist ein grundlegendes Thema in der Beziehung zu uns selber, zu unserem Körper, in unseren Beziehungen und für das mitmenschliche und gesellschaftliche Zusammenleben, in den Grund unseres Seins und natürlich in der therapeutischen Arbeit. Sie berührt unseren Umgang mit Unsicherheit, Ängsten, Verletzlichkeit und Autonomiebedürfnissen. Vertrauen zeigt sich in einer Grundsicherheit im Leben, einem Gefühl von Gehalten- und Getragen sein, einem Lauschen-Können und Ernstnehmen unserer inneren Stimme/Körperimpulse und in einer möglichen Hingabe und Loslassen.

Vertrauensprobleme hingegen zeigen sich in starken Selbstzweifeln und äußern sich als Misstrauen, d.h. der häufigen Annahme, dass andere nicht vertrauenswürdig oder loyal sind. Weiterhin drücken sie sich in einem starken Kontrollbedürfnis, in emotionaler Distanz, in übermäßig protektivem Verhalten, paranoiden Interpretationen und grundloser Eifersucht aus.

Vertrauen ist neben dem Selbstvertrauen auch das Gefühl sich auf den anderen verlassen zu können. Vertrauen antizipiert die Zukunft positiv und braucht Mut; es erfordert immer wieder einen „Sprung ins Ungewisse“ und beinhaltet die Möglichkeit enttäuscht zu werden.

Dieses Seminar bietet – fokussierend auf dem Thema Vertrauen – eine Einführung in die Arbeitsweise der Integrativen Bewegungs- und Körpertherapie, die von H. Petzold, H. Heinl und J. Sieper auf der Basis der Integrativen Gestalttherapie gegründet wurde unter Integration der Atemtherapie von I. Middendorf und weiterer körpertherapeutischer Ansätze (Ch. Selver etc.). Neben der körperlichen Selbsterfahrung und der Auseinandersetzung mit dem eigenen Vertrauen/Misstrauen dient das Seminar dem Kennenlernen und Ausprobieren neuer therapeutischer Arbeitsmöglichkeiten aus der Integrativen Bewegungs- und Körpertherapie
durch Paar- und Gruppenarbeit mit

•        Meditativen Übungen
•        Achtsamer Körper- und Selbstwahrnehmung
•        Bewegungs- und körpertherapeutischen Übungen
•        Resonanzübungen
•        Integration des Erlebten und gemeinsamer Austausch

Die im Körper entdeckten Impulse, Körperräume, Körperhaltung oder unbewussten Bewegungen und Gefühle können in der vertrauensvollen Beziehung zum  Partner*in/Therapeut*in wahrgenommen und im nonverbalen und später verbalen Dialog leichter bewusst gemacht, ausgedrückt und integriert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt in der IBT ist die Co-Regulierung in der Körperarbeit: durch gezielte körperliche Berührungen oder Interventionen kann der Therapeut den/die Klient*innen unterstützen sich selbst zu regulieren und ein neues Vertrauen in ihren Körper, ihre eigenen Fähigkeiten und in andere zu entwickeln.

Für alle Teilnehmenden:
Bitte bequeme Kleidung, warme Socken, eine Decke und Schreibunterlagen mitbringen.
Max. 12 Teilnehmer*innen

Seminarleitung

Christa Kitschen: Seit 1997 Integrative Gestalt-, Bewegungs- und Musiktherapeutin (FPI/EAG) in einer Privatklinik für Psychosomatik und Psychotherapie; seit 1999 eigene Praxis für Integrative Psychotherapie (HeilprG): Gestalt-, Focusing- und Körperpsychotherapie sowie Supervision in Köln. Seit 2023 Trainerin im Däumling Institut.
Freiberufliche Seminartätigkeit für verschiedene Aus- und Weiterbildungsinstitute im Bereich der humanistischen Psychotherapie und der Erwachsenenbildung.
Ausbildungen in Integrativer Gestaltpsychotherapie mit den Schwerpunkten Leib- und Bewegungs-therapie sowie Musiktherapie (FPI/EAG), Focusingtherapie (DAF), Körperpsychotherapie (EABP), Tiefenpsychologische und existenzielle Psychotherapie (BITEP), diverse Traumatherapie-fortbildungen. European Certificate of Psychotherapy (ECP). Diplompädagogin

weiterbildung
  • Teilnehmer*innen der Basis- und Qualifikationsphase Weiterbildung Körperorientierte Gestalttherapie
  • Interessentinnen und Interessenten an Gestalt- und Körpertherapie

Tor 28 in Köln
Machabäerstraße 28
50668 Köln

16. – 18. Januar 2026

Freitag 17:00 – 21:00 Uhr

Samstag 10:00 – 18:00 Uhr

Sonntag 10:00 – 14:00 Uhr

275,00€

  • für Teilnehmer*innen Qualifizierungphase
  • für Interessent*innen und Gäste

Danny Gehlen M.Sc. ist zertifizierter Focusing-Trainer (TIFI, Focusing Institut Köln), personenzentrierter Psychologe, systemischer Coach und approbierter Psychologischer Psychotherapeut (VT). Zurzeit unterrichtet er im Focusing Institut Köln und praktiziert in einer psychologischen Privatpraxis in der Kölner Innenstadt.

Anmeldungen bitte per Email bis zum 20. Dezember 2025

gestalt@daeumling-institut.de

Dem Körper Zuhören und essenzielles Focusing

„Revolutionäre Pausen“ kennenlernen, vertiefen und für Beratungsprozesse nutzen

Dem Körper zuhören ist eine zentrale Haltung im Focusing (Gendlin, 1969). Focusing hilft nicht nur bei Lebensentscheidungen, sondern auch bei der Klärung eigener Werte, emotionaler Muster und bei der Sinnfindung. Es versteht sich als humanistischer, körperorientierter und kontemplativer Ansatz. Die Essenz von Focusing ist es, eine gegenwärtige Situation innerlich zu pausieren. Focussierende schaffen einen inneren Freiraum und geben ihrem Erleben Zeit, eine neue Bedeutung der Situation entstehen zu lassen. Dieser „bodily felt sense“ ist ein innerer Wegweiser, den wir um Rat fragen können; etwa zu „dem Streit mit meinem Bruder“, „der Art wie meine Vorgesetzte mit mir redet“ oder „der Angst um meine Tochter“. Durch Focusing bewegen sich eingefahrene Muster und Blockaden, verflüssigen sich verfestigte Denkweisen und Selbstbilder.

Viele Ratsuchende brauchen Unterstützung beim Focusing, werden aber – trotz des großen therapeutischen Potentials – leider oft unbeabsichtigt vom spontanen Focusing abgehalten (Gendlin, 1969; Sachse, 1990; Parker, 2022). Ratsuchende bewältigen schmerzhafte Lebensereignisse leichter, wenn wir sie aktiv zum Focusing ermuntern (Sachse, 1990).

Focusing bedeutet eine komplexe Lebenssituation

a.    körperlich nachzuerleben („Experiencing“),
b.    diese sprachlich oder mit dem Körper auszudrücken („Expressing“) und
c.     deren subjektive Bedeutung zu erforschen („Understanding“; Ikemi, 2024).

In diesem dreitägigen Schnupper-Workshop machen wir uns mit der hierfür notwendigen Haltung des Body Listening vertraut und lernen eine Essenz von Focusing für die Beratung/Therapie kennen. Eine Sensibilität für Focusing-Prozesse soll entwickelt werden durch

  • Einstimmungen in Focusing-spezifische Achtsamkeit
  • Erfahrungsaustausch und Fragen in der Gruppe
  • Demonstration von kurzen Focusing-Prozessen
  •  erlebensorientierte Übungen
  • partnerschaftliches Focusing
  • konkrete Impulse wie Focusing begleitet werden kann.

Seminarleitung
Danny Gehlen M.Sc. ist zertifizierter Focusing-Trainer (TIFI, Focusing Institut Köln), personenzentrierter Psychologe, systemischer Coach und approbierter Psychologischer Psychotherapeut (VT). Zurzeit unterrichtet er im Focusing Institut Köln und praktiziert in einer psychologischen Privatpraxis in der Kölner Innenstadt.

Literatur: Focusing in der Praxis

  • Teilnehmer*innen der Basis- und Qualifikationsphase Weiterbildung Körperorientierte Gestalttherapie
  • Interessentinnen und Interessenten an Gestalt- und Körpertherapie

Tor 28 in Köln
Machabäerstraße 28
50668 Köln

16. – 18. Januar 2026

Freitag 17:00 – 21:00 Uhr

Samstag 10:00 – 18:00 Uhr

Sonntag 10:00 – 14:00 Uhr

275,00€

  • für Teilnehmer*innen Qualifizierungphase
  • für Interessent*innen und Gäste

Anja Laudowicz-Bodi: Seit über 30 Jahren begleite ich Menschen in sehr unterschiedlichen Kontexten: in der Suchtarbeit, in der Begleitung von Familien und Schwangeren, in der Arbeit mit Familiensystemen, in Achtsamkeit und Meditation. Als Yogalehrerin, Suchttherapeutin, Systemische- und Familientherapeutin bringe ich vielfältige Perspektiven zusammen. Mein Anliegen ist es, Emotionen nicht nur zu verstehen, sondern sie bewusst zu verkörpern und zu nutzen – für mehr Klarheit, Lebendigkeit und Wirksamkeit in der therapeutischen Begleitung.
1990 bis 1994 Ausbildung in Humaniversity Therapy (Humaniversity, NL)
1996 Abschluss Studium Diplompädagogik mit Diplomarbeit über die Untersuchung der Seelischen Gesundheit bei den Teilnehmer:innen einer intensiven Selbsterfahrungsgruppe. Seit 1989 Arbeit mit dysfunktionalen Familien mit Kindern und Jugendlichen über Jugendämter in Köln und Umgebung. Meditationsleiterin seit 1990.
Arbeit mit Suchkranken von 1994 bis heute. In Kliniken, Beratungsstellen sowie online im Einzelsetting und in Gruppen. Selbsterfahrungsseminare seit 1994 bis heute in Abendgruppen und Wochenenden, vor Ort und online. Yogalehrerin advanced seit 2004 bis heute, Kurse in einer Yogaschule und bis heute in einer Hebammenpraxis. Systemischen und Familientherapeutin von 2015 bis 2018 (DGSF). Coaching überwiegend online. Arbeit in der Suchtprävention, Erwachsenenbildung, Lehrerfortbildungen, Arbeit mit Schulklassen, Elternarbeit und vieles mehr seit 2010. Begeisterte Tänzerin und Mutter zweier erwachsener Söhne.

Anmeldungen bitte per Email bis zum 20. Dezember 2025

gestalt@daeumling-institut.de

Emotionen bewusst nutzen – Klarheit, Tiefe und Präsenz in der therapeutischen Begleitung

Emotionen steuern unser Denken, Handeln und Erleben – oft stärker, als uns bewusst ist. Gleichzeitig haben viele von uns gelernt, dass bestimmte Emotionen „nicht in Ordnung“ sind, dass wir sie besser unterdrücken oder ihnen im professionellen Kontext keinen Raum geben sollten. In der therapeutischen Arbeit wird häufig geraten, sich vor zu viel Nähe und emotionaler Berührbarkeit zu schützen.
In diesem Seminar schauen wir uns das Ganze aus einer anderen Perspektive an. Wenn wir die neutrale und positive Kraft von Emotionen erkennen und verkörpern und dann bewusst einsetzen, können wir nicht nur noch effektiver mit unseren Klient:innen arbeiten, sondern uns auch die Freude an unserer Arbeit über viele Jahre und Jahrzehnte erhalten.

Emotionen sind kein Risiko mehr, sondern ein eine natürliche biologische Reaktion und zentraler Bestandteil unserer Expertise, wenn wir lernen, sie klar, bewusst und ohne Dramatisierung einzubringen. Wir können gleichzeitig fühlen und in der Führung bleiben. Berührbarkeit ist dann kein Mangel, sondern eine zusätzliche Kraftquelle für die Arbeit.
So bleiben wir nahbar und authentisch in der Begleitung, ohne Gefahr zu laufen, auszubrennen.

Inhalte des Seminars

Theoretischer Hintergrund und praktische Übungen

  • Funktionen und Sinn von Emotionen
  • Biologische, psychologische und biografische Faktoren
  • und warum sie für Heilung und Entwicklung unverzichtbar sind.
  • Wir erfahren, dass wir Emotionen haben, aber nicht unsere Emotionen sind. Wir haben letztendlich immer die Wahl, wann und wie tief wir in Emotionen eintauchen. Dafür ist es hilfreich, sie über bewusste Erfahrung körperlich zu erleben (Embodiment) und sie dann bewusst wieder los zu lassen.

Auseinandersetzung mit einzelnen Emotionen und ihr Embodiment:

Wut: spürbar machen, wie kraftvoll verantwortungsvoll erlebte Wut sein kann und wie sie uns hilft, z.B. auf angemessene Weise Grenzen zu setzen. Aus bewusster Wahl, nicht als Reaktion.

Trauer: Wir erkennen, wie wichtig Trauer ist und wie sie uns in der Tiefe mit uns selbst und anderen verbindet.

Weitere Grundemotionen werden erfahrbar gemacht, so dass wir die gesamte „Klaviatur der Gefühle“ bewusst zur Verfügung haben. Emotionen im therapeutischen Prozess: Wie wir sie gezielt als Ressource einsetzen können, ohne zu dramatisieren oder uns in ihnen zu verlieren. Unsere wahrgenommenen Emotionen können eine wichtige Spiegelung für unsere Klient*innen sein.
Eigene Biografie: Unsere Emotionen sind von unserer Biografie geprägt. Wir erkunden unsere Muster und schauen uns an, wie sie unsere Wahrnehmung geprägt haben.

Praktische Übungen: Jede Emotion werden wir vollständig wahrnehmen, ausdrücken und im Körper verorten. Und dann bewusst wieder loslassen. So können wir uns bewusst de-identifizieren und einen „Gap“ erschaffen, durch den wir bewusst unseren Werten entsprechend handeln können.
Körperliche Dimension: Spüren, wie Emotionen den Körper mit Botenstoffen fluten – und wie wir bewusst wieder aussteigen können und sich unser System wieder beruhigt. Dazu gibt es diverse praktische Übungen.
Integration in die Praxis: Emotionale Klarheit als Basis für Präsenz, Nähe und Abgrenzung. Wie können wir das gelernte in unsere tägliche Arbeit integrieren?

Arbeitsweise
Das Seminar verbindet theoretische Impulse mit Selbsterfahrung, interaktiver Gruppenarbeit und praktischen Übungen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der eigenen Biografie im Hinblick auf Emotionen. Wir arbeiten in Triaden und in der gesamten Gruppe, um die Dynamiken direkt erlebbar zu machen – in der Erfahrung, dass wir uns selbst im Anderen wiederfinden und dadurch tiefere Erkenntnisse gewinnen, als es über den reinen Verstand möglich wäre. Neben dem Verstehen steht das unmittelbare Erleben im Zentrum: Emotionen dürfen gefühlt, bewegt, durchlebt und integriert werden. Ein Highlight wird eine gemeinsame AUM – Meditation (Awareness Understanding Meditation) sein, in der die gesamte Gruppe mit einem Strukturierten Prozess durch die Welt der Emotionen geführt wird.

Seminarleitung
Anja Laudowicz-Bodi: Seit über 30 Jahren begleite ich Menschen in sehr unterschiedlichen Kontexten: in der Suchtarbeit, in der Begleitung von Familien und Schwangeren, in der Arbeit mit Familiensystemen, in Achtsamkeit und Meditation. Als Yogalehrerin, Suchttherapeutin, Systemische- und Familientherapeutin bringe ich vielfältige Perspektiven zusammen. Mein Anliegen ist es, Emotionen nicht nur zu verstehen, sondern sie bewusst zu verkörpern und zu nutzen – für mehr Klarheit, Lebendigkeit und Wirksamkeit in der therapeutischen Begleitung.
1990 bis 1994 Ausbildung in Humaniversity Therapy (Humaniversity, NL)
1996 Abschluss Studium Diplompädagogik mit Diplomarbeit über die Untersuchung der Seelischen Gesundheit bei den Teilnehmer:innen einer intensiven Selbsterfahrungsgruppe. Seit 1989 Arbeit mit dysfunktionalen Familien mit Kindern und Jugendlichen über Jugendämter in Köln und Umgebung. Meditationsleiterin seit 1990.
Arbeit mit Suchkranken von 1994 bis heute. In Kliniken, Beratungsstellen sowie online im Einzelsetting und in Gruppen. Selbsterfahrungsseminare seit 1994 bis heute in Abendgruppen und Wochenenden, vor Ort und online. Yogalehrerin advanced seit 2004 bis heute, Kurse in einer Yogaschule und bis heute in einer Hebammenpraxis. Systemischen und Familientherapeutin von 2015 bis 2018 (DGSF). Coaching überwiegend online. Arbeit in der Suchtprävention, Erwachsenenbildung, Lehrerfortbildungen, Arbeit mit Schulklassen, Elternarbeit und vieles mehr seit 2010. Begeisterte Tänzerin und Mutter zweier erwachsener Söhne.

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